Jetzt mal ehrlich: Wie oft verdirbt dir etwas im Kühlschrank? Oder schmeisst Essensreste weg, die du nicht fertig gegessen hast?

Statistiken sagen: Viel zu oft. In Schweizer Haushalten fallen jährlich rund eine Million Tonnen Lebensmittelabfälle an. 25 % der Umweltbelastung (in Bezug auf Ernährung) der Schweiz sind auf Food Waste, also vermeidbare Lebensmittelverluste, zurückzuführen. Der motorisierte Individualverkehr macht die Hälfte. (Quelle: BAFU).

Fehlendes Know-How = Mehr Food-Waste

Haushalte, denen das Bewusstsein für den Wert von Nahrungsmitteln fehlt, produzieren besonders viel Abfall. Auch ungenügendes Wissen über Haltbarkeit, Lagerung und Möglichkeiten zur Resteverwertung tragen ihren Teil bei. 

Wir verraten dir sieben Tipps, wie du deinen Food Waste reduzieren und vermeiden kannst.

1 Richtig einkaufen und kochen

Wer gezielt einkauft, läuft weniger Gefahr, Essen wegzuschmeissen. Wie ihr euch vielleicht noch aus meinem Blogpost Tipps im Familienalltag” erinnert, bin ich von der Sorte Planerin: Einmal die Woche gibt’s Grosseinkauf, frische Lebensmittel wie Brot oder Gemüse werden kurzfristig besorgt. 

Du bist nicht so planungsfreudig? Kein Stress: Wer täglich besorgt, was gebraucht wird, hat in der Regel auch nicht zu viel im Kühlschrank. 

Merke deswegen:

  • Geplant kochen: Mit Liste einkaufen
  • Spontan kochen: Täglich holen, was du brauchst
  • Planlos kochen: Morgens Kühlschrank fotografieren und ein aktuelles Foto deiner Vorratskammer bereit haben
  • Geplant oder planlos mit Lyfa: Deine Bestellung wird übrigens schon am nächsten Tag geliefert. Jetzt ausprobieren.
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2 Einen Reste-Tag einführen

Wenn du trotzdem regelmässig Reste im Kühlschrank hast, solltest du unbedingt einen Reste-Tag zelebrieren. Das hauseigene Buffet quasi. Übriggebliebenes Gemüse schnippeln und leckeren Dip anrühren, Pasta-Reste von Montag wärmen und zum Dessert einen Fruchtsalat servieren.

Es gibt doch nichts Besseres, als auf dem Sofa zu chillen und alles querbeet zu snacken.

Inspiration zur Resteverwertung:

3 Lebensmittel “sauber” halten

Oft werden Lebensmittel durch falsche Nutzung kontaminiert. Etwa beim “Schnittli” machen, wo das Messer nach dem Butter-Schmieren in die Konfitüre getaucht wird. Oder beim Trinken aus der Flasche. Die Produkte verderben schneller und sind deswegen weniger lange haltbar.

4 Gemüse und Früchte richtig lagern

Beim Lagern von frischen Lebensmitteln gibt es ein paar Dinge zu beachten, damit sie möglichst lange frisch und haltbar bleiben.

  • Salatköpfe: In ein feuchtes Geschirrtuch gewickelt, bleiben sie länger knackig.
  • Kürbis: Mag es hell und trocken bei mässigen Temperaturen von 10 bis 13 Grad.
  • Tomaten: Gehören nicht in den Kühlschrank, sondern an einen gut durchlüfteten, eher dunklen Ort. Sollen die Tomaten noch nachreifen, lege sie aufs Fensterbrett oder lagere sie zusammen mit Äpfeln.
  • Pilze: Brauchen Luft, befreie sie aus ihrer Verpackung und bewahre sie trocken in einer mit Zeitung ausgelegten Schüssel im Kühlschrank auf – am besten im oberen Teil, wo die Luft am trockensten ist.
  • Kräuter: Überleben länger in einem Glas Wasser, aber im dunklen Kühlschrank.
Bild: unsplash Ello

5 Essen teilen und retten

Über sogenannte Foodsharing-Plattformen kann man Essen retten und teilen. Es werden über virtuelle Essenskörbe übriggebliebene Lebensmittel geteilt, die dann an Fair-Teilern (frei zugängliche Lebensmittelschränke) abgeholt oder abgegeben werden können – kostenlos!

Die Organisation “Die Sammlerei” hat sich der Rettung nicht geernteter Früchte und Gemüse in der Region Basel verschrieben, kocht diese ein und verarbeitet sie zu leckeren Kompotts und Chutneys. Verkauft werden diese in ausgewählten Läden und auf Märkten.

  • Über Foodsharing Schweiz kann man sich registrieren und checken, wo es einen Fair-Teiler in der Region gibt.
  • In Basel gibt es mehrere, unter anderem im Gundeli, Wettstein und St. Johann.
  • Eine Liste der Verkaufsstellen der Sammlerei findest du auf ihrer Website.
Foto Fairteiler

6 Verarbeiten und einfrieren

Ist die Banane trotzdem schon etwas braun und der Apfel zu weich, mag ich’s persönlich nicht mehr so gerne. Dann verarbeite ich sie und konsumiere sie trotzdem erst später.

Aus Äpfeln wird Apfelmus, Bananen kannst du schneiden, einfrieren und später für einen Smoothie verwenden.

7 Mindesthaltbarkeits-Datum mit Köpfchen

Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf deinen Produkten ist genau das: Mindestens bis zum angegeben Datum haltbar! Salz und Zucker wird nicht plötzlich von einem auf den anderen Tag schlecht. Deine Cornflakes sind immer noch essbar – möglicherweise nur etwas weniger knusprig. 

Noch mehr zu den Themen Nachhaltigkeit, Zero-Waste und Lyfa findest du auf unserem Blog. Schau doch mal vorbei!

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