Abfall Blogbeitrag Lyfa

Foodwaste. Zerowaste. Nachhaltigkeit. Seit ich vor knapp einem Jahr zum ersten Mal Mutter wurde, beschäftigen mich diese Themen noch viel mehr und vor allem plagt mich ständig das schlechte Gewissen. Allerdings hat mein Tag gefühlt noch weniger Stunden als vorher – hat da Zerowaste wirklich Platz? Oh ja! Ich habe recherchiert und für euch drei Arten des Abfalleinsparens gefunden, die sich ganz easy und wunderbar mit Kind und Kegel umsetzen lassen!

1 Foodwaste: Weniger Abfall in der Küche

In unserem Haushalt entsteht der meiste Abfall in der Küche. Es scheint nicht nur mir so zu gehen: Bei über 40% des globalen Abfalls handelt es sich um organischen Abfall, allein in den Schweizer Haushalten fallen jährlich rund 1 Million Tonnen Lebensmittelabfälle an! Dabei lässt sich das ganz einfach umgehen und vermeiden. 

Planung ist alles! 

Ging ich vor meinem Mutterdasein planlos nach der Arbeit mal kurz einkaufen, schwöre ich seither auf einen Wochenplan – für alles andere fehlt mir die Zeit. Für die kommende Woche wird festgelegt, was auf den Tisch kommt. So spare ich nebst der Zeit auch noch Geld, weil Spontaneinkäufe meist die teuersten sind. Und das Beste: Ich spare Abfall! Denn wir haben nur im Kühlschrank, was wirklich verarbeitet werden soll und müssen so weniger wegschmeissen. 

Wenn man abends mehr kocht, als man benötigt, hat man auch am nächsten Tag noch was davon, zum Beispiel zum Lunch auf der Arbeit. So sparst du nochmals Abfall, wenn du auf den Take-away-Lunch verzichtest.

Apropos Take-away: Auch unterwegs lässt sich mit Planung Abfall reduzieren.

Mach dir zu Hause einen Kaffee in deinen Mehrweg-Becher und füll dir deine Flasche Wasser ab. Snacks für die Kinder lassen sich auch vorbereiten und einpacken (wie etwa die Reste von gestern!). Und wenn du unterwegs doch noch Lust auf einen weiteren Kaffee hast, dann hast du ja deine Thermoskanne dabei – nutze sie und schon hast du weiteren Abfall vermieden.

Wochenplan
Beispiel Wochenplan von Gernekochen.de

Tipps

Doch noch Reste?

2 Zero-Waste: Online nachhaltig einkaufen 

Als unser Baby frisch geschlüpft war, hatte ich kaum Zeit zu duschen, geschweige denn einzukaufen. Zwangsläufig musste ich oft online einkaufen – was viel Verpackungsmaterial mit sich brachte und somit wieder zu mehr Abfall führte.

Ein Basler Start-up ist die Lösung

Lyfa liefert dir Hunderte Produkte, abfall- und kostenfrei* (*ab CHF 30 respektive 80. – Bestellwert). In ihrem Online-Shop kaufst du ein, was du brauchst und Lyfa bringt dir an einem von dir gewählten Termin deinen Einkauf via Velokurier nach Hause. 

Von Frischprodukten wie Äpfel, Kartoffeln und Milch über Getreide und Brot bis zu Seife: Das Start-up legt grössten Wert auf Topqualität, natürlich fast alles Bio, und baut sein Angebot laufend aus. Alle Produkte werden in Mehrwegbehältern aus Stoff oder Glas verpackt und kostenlos bei der nächsten Lieferung wieder mitgenommen, geputzt und desinfiziert und zum nächsten Kunden gefahren. Zero Waste also! 

Lyfa
Wiederverwendbare Behälter von Lyfa

Tipps

3 Re-Use: Teilen, Abonnieren, Reparieren

Wir leben in einer krassen Konsumgesellschaft. Aber neuer ist keineswegs immer besser.

Bei der nächsten Anschaffung stell dir erst mal die Frage: Muss ich mir das WIRKLICH neu kaufen? Es gibt tolle Alternativen!

Teilen & Mieten 

Wer einmal pro Jahr die Hecke schneidet, benötigt dafür keine eigene Heckenschere. Vielleicht hat der Nachbar eine, die man sich ausleihen kann? Pumpipumpe ist eine Sharing Community und macht die ganzen Gegenstände, die in Kellern und Schränken verstauben, für alle sichtbar. Hat jemand eine Heckenschere, die er gerne ausleihen möchte, kann er sich und die Schere nicht nur online auf der Pumpipumpe-Karte eintragen, sondern auch entsprechende Sticker kaufen und an seinen Briefkasten kleben. Nicht nur sehr ökologisch, sondern auch eine tolle Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen.

Pumpipumpe
Pumpipumpe: A sharing Community

Wer nicht fündig wird, kann über klassische Miet- und Vermietplattformen, wie etwa Sharely, Alltagsgegenstände wie Festbänke, Kameras und Fahrräder gegen Bezahlung mieten.

Secondhand

Sich Baby-Kleidung neu zu kaufen ist eine kleine Verschwendung (auch, wenn das Einkaufen sehr Spass macht!). Kaum ist der Body passend, ist der kleine Mensch wieder rausgewachsen. Eltern auf realen und virtuellen Flohmärkten schmeissen säckeweise mit Kinderkleidung um sich. Stöber mal auf einem Quartiersflohmarkt oder schau dich auf Facebook um. 

Reparieren

Was für unsere Grosseltern früher selbstverständlich war, wird heute wieder vermehrt zelebriert: Reparieren statt wegwerfen. Wenn du, wie ich, zwei linke Hände hast, dann ist selbst das Annähen eines Knopfes sehr mühselig. Aber keine Sorge, auch dafür gibt es Hilfe: Wer eines der 166 Repair-Cafés in der Nähe hat, kann einen der kostenlosen Reparatur-Events besuchen und mit einem Profi (oder zumindest jemandem, der das Reparieren besser beherrscht) sein defektes Mitbringsel reparieren.

Tipps

Es gibt noch unzählige weitere Möglichkeiten, um den eigenen Abfall zu reduzieren. Starte einfach mal damit, dich bei der nächsten Gelegenheit zu fragen: Benötige ich das wirklich? Muss das wirklich sein? Umdenken musst du selbst. Unsere Kinder werden es uns danken.

Hast du noch weitere Tipps? Lass sie uns in den Kommentaren da!

Dass Zero-Waste viel zu teuer und nur etwas für die obere Schicht ist, die Tesla fährt und auf dem Bio-Bauernhof einkauft, ist ein absoluter Mythos! Warum sich auch ein Student Zero-Waste leisten kann und wieso das immer normaler wird, erfährst du im nächsten Beitrag.

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